Digitale Revolution im Dorf

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Im kleinen Ort Etteln in Nordrhein‑Westfalen hat sich in den letzten Monaten eine echte Vorreiterrolle entwickelt: Die Gemeinde hat gemeinsam mit der FIWARE Foundation das Projekt „Community‑X“ gestartet — ein datenbasiertes, kommunales Netzsystem, mit dem Bürgerinnen und Bürger, Energieverbrauchs‑ und Mobilitätsdaten sowie Rückmeldungen aus der Bevölkerung sicher und transparent vernetzt werden.
FIWARE

Das Besondere: Hier geht es nicht nur um Technik, sondern um Beteiligung — jede Bewohnerin und jeder Bewohner kann Ideen einbringen, etwa zur Lärmminderung, Energieeffizienz oder Gemeinschaftsprojekten. So entsteht nicht nur smarter Service, sondern echtes Gemeinwohl‑Engagement. Julia Schmidt, Vorsitzende des Gemeindeausschusses, sagt: „Wir wollen zeigen, dass Digitalisierung auf dem Land nicht nur möglich, sondern lebendig und sinnvoll ist.“
Auch das Land Nordrhein‑Westfalen lobt das Projekt als „Leuchtturm der modernen Kommune“, die zugleich sozial, digital und bürgernah denkt. Kritiker hatten zuvor oftmals bemängelt, dass Technikdörfer ohne Anbindung und Partizipation bleiben, doch in Etteln wurden genau diese Hürden bewusst angegangen.
Für die Menschen vor Ort heißt das konkret: Bessere Energieberatung, Einsichten in Verbrauchsdaten, örtliche Workshops, in denen gemeinsam geplant wird – und damit mehr Mitsprache statt „von oben diktiert“.
In einer Zeit, in der viele ländliche Regionen unter demografischem Wandel und Abwanderung leiden, zeigt Etteln: Innovation und Gemeinschaft gehen Hand in Hand – und das mitten in Deutschland.